Bauwerksabdichtung

Am besten ist es natürlich, wenn Sie gleich beim Bau eines Gebäudes darauf achten, dass es gegen eindringendes Wasser jeglicher Art geschützt ist.

Jedoch bei Gebäuden, die älter als 25 Jahre sind, kann es erforderlich werden, im Bereich der Fundamente oder der Bodenplatte eine nachträgliche bzw. erneute Abdichtung vorzunehmen. Das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, das der Ursprüngliche Baubetrieb nicht gut gearbeitet hat, sondern viel mehr damit, dass vor dieser Zeit, die Regeln für die Bauwerksabdichtung bei weitem nicht so umfangreich und sicher waren, wie heute.

Wir führen folgende nachträgliche Bauwerksabdichtungen aus:

 

Niederdruckverfahren

Diese Verfahren wird bei kapillar aufsteigender Feuchtigkeit als Horizontalsperre in Wänden eingesetzt.

Folgende Arbeitsschritte werden dabei ausgeführt:

  • Bohrlöcher entsprechend dem Mauerwerksgefüge und der -art, sowie in Anhängigkeit des Injektionsmittels herstellen;
  • Bohrstaub mit Druckluft ausblasen;
  • Packer setzten;
  • Flüssigkeit mittels Druckgerät bis zur Sättigung des Mauerwerks einpressen;
  • Packer entfernen;
  • Abschließend die Bohrlöcher mit Vergussmörtel schließen und Oberfläche angleichen.

Dieses Verfahren wird hauptsächlich bei feuchten Außenwänden angewandt. Das Injektionsmittel bildet nach dem Aushärten eine feuchtigkisundruchlässige Schicht und verhindert so das Aufsteigen von Feuchtigkeit im Mauerwerk. Bereits feuchtes Mauerwerk kann nun austrocknen und verputzt, beschichtet oder verkleidet werden.

Weitere technische Daten:

  • Arbeitsdruck: ca. 5 – 10 bar;
  • Bohrlochdurchmesser: 12 – 1 8 mm;
  • Bohrtiefe: Mauerwerksdicke minus 5 cm
  • Bohrlochabstand: 8 cm, einseitig;
  • Mauerdicke: bis 50 cm.

 

Mauersägeverfahren

Mit einer Mauersäge wird das Mauerwerk horizontal geschlitzt.

In diesen Schnitt wird eine durchgehenden Abdichtungsplatte „Polyethylen Platte 2“ oder „V2a-Platte“ eingelegt.

Abschließend wird der Schnitt gesichert und mit einem Spezialmörtel dicht ausgepresst, so dass alle Hohlräume gefüllt sind.

Die Schnittstelle ist für Feuchtigkeit nunmehr undurchdringbar.

 

Injektionsverfahren

Je nach Durchfeuchtungsgrad werden im Mauerwerk kapillarverstopfende und/ oder hydrophobierende Injektionsmittel, unter angepasstem Injektionsdruck, verteilt. Dazu stehen verschiedene Materialien und Injektionsanlagen zur Verfügung, die je nach Einsatzbedingungen für den dauerhaften Erfolg ausgewählt werden. Der gesamte Injektionsvorgang wird dabei kontrolliert gesteuert, um an allen Stellen den optimalen Pressdruck zu erzielen.

(Unterschied zum Niederdruckverfahren?)